www.demografietage.de Wohnen, Arbeiten, Lernen und Leben im demografischen
Wandel
Wohnen mit Behinderung
Wohnen mit Behinderung – Leben mit Behinderung
Barrierefreiheit als Prinzip
Körperliche und geistige Beeinträchtigungen können in jeder Lebensphase auftreten. Veranlagungen, genetische Dispositionen und Krankheiten sind ebenso Ursachen wie Unfälle oder Sportverletzungen. In höherem Lebensalter machen sich nachlassende Körperkräfte und Sinneswahrnehmungen in stärkerem Maße bemerkbar und werden zu Behinderungen.
Behinderungen und körperliche und geistige Beeinträchtigungen erschweren die persönliche selbstständige Lebensführung, erzeugen Kosten für Betreuung und Behandlung, belasten die Sozialhaushalte und die Kassen von Kommunen und verringern in der Regel die Lebensqualität. Behinderungen wirken sich auch auf die Lebenssituation von Eltern, Kindern, Verwandten, Freunden und Nachbarn aus.
Orientiert man sich beim Wohnen und bei der Gestaltung privater und öffentlicher Räume am Prinzip der Barrierefreiheit, lassen sich für Menschen mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen eine Vielzahl von Erleichterungen und Verbesserungen realisieren, ohne dass dadurch höhere Belastungen entstehen. Eher ist das Gegenteil zu erwarten. Durch die gezielte Auseinandersetzung mit Behinderungen entstehen neue Qualitäten für alle und Kosten können vermieden werden. Grundlagen dafür sind Veränderungen im Bewusstsein dafür, wie Menschen mit Behinderungen zu begegnen ist, und die Entwicklung innovativer technischer und organisatorischer Konzepte zur barrierefreien Gestaltung von Wohnumgebungen und Lebensumfeldern. Ein wesentlicher Schritt zum Ausgleich körperlicher und geistiger Behinderungen ist aber bereits in der Nutzung vorhandener Hilfen und Möglichkeiten zu sehen, die das Handwerk in breiter Vielfalt zur Verfügung stellt. Angefangen von Mobilitätshilfen, Sehhilfen, Hörhilfen und Orthopädietechnik, über kontrastreiche Farbgestaltung, haptische Orientierungshilfen, bodengleiche Duschen, automatische Türen und elektrische Antriebe bis hin zu Fensterreinigung, Wäschepflege, verträglichen Lebensmitteln und individueller Kleidung.
In einem Arbeitspapier für das Demografiegespräch der Metropolregion Rhein-Neckar wurden körperliche und geistige Beeinträchtigungen mit handwerklichen Produkten und Dienstleistungen in Beziehung gesetzt. Die so entwickelten Strukturen können dazu benutzt werden, die Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen zu verbessern und Beeinträchtigungen auszugleichen. Das Arbeitspapier kann hier angefordert werden.
Das ehrenamtliche Netzwerk der Mobilen Wohnberatung steht für Hinweise zur Gestaltung behindertengerechter Wohn- und Lebensumgebungen zur Verfügung. Informationen finden Sie unter
www.mobile-wohnberatung.de.
Nikolaus Teves
2011-02-12
Handwerkliche Produkte und Dienstleistungen bei Krankheit und körperlicher Beeinträchtigung

Regionalgespräche Rhein-Neckar zum Demografischen Wandel
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